Übersetzung des Weltklassikers „Der kleine Prinz“ ins Scots/Lallans/Lowland Scots.
Mehr zur Sprache
Eine westgermanische Sprache in Schottland. Da sie direkt auf die alte nordhumbrische Form des Altenglischen zurückgeht, ist sie extrem eng mit dem heutigen Englisch verwandt, bewahrt aber eigenständige nordische Einflüsse und Vokabeln.
Dr. Susan Rennie ist Lexikografin und Autorin aus Edinburgh in Schottland. Sie war für die Oxford Dictionaries, die Chambers Dictionaries und die Scottish National Dictionary Association tätig und war Chefredakteurin des Online-Wörterbuchs „Dictionary of the Scots Language“ an der Universität Dundee. Ihre Monografie „Jamieson’s Dictionary of Scots“ (OUP) stand 2012 auf der Shortlist für den Saltire Society Research Book of the Year Award. Sie war Mitbegründerin des schottischsprachigen Verlags Itchy Coo und hat mehrere Kinderbücher auf Schottisch verfasst und übersetzt, darunter das preisgekrönte „Animal ABC: A Scots Alphabet“ (2002). Zu ihren schottischen Übersetzungen gehören: „The Wee Prince“ (Tintenfass, 2017), „We’re Gangin on a Bear Hunt“ (2016), „The GFG“ (2016, eine Übersetzung von Roald Dahls „The BFG“) sowie acht Tim-und-Struppi-Abenteuer, darunter „The Derk Isle“ (2013) und „Tintin i the Snaws o Tibet“ (2017). Sie ist außerdem Autorin des Bestsellers „Oxford Roald Dahl Dictionary“ (2016) und des „Roald Dahl Thesaurus“ (2019).
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) wurde neben seinen literarischen Produktionen auch für seine Tätigkeit als Pilot bekannt. 1921 während seines Militärdienstes erwarb er seine Pilotenlizenz. Ab 1926 flog er für die Aéropostale und gehörte damit zur Generation der Flugpioniere, die in den 1920er-Jahren die ersten Postrouten in Afrika und Südamerika erschlossen. 1935 misslang der Versuch, den Langstreckenrekord auf der Strecke Paris–Saigon zu brechen. Zusammen mit seinem Mechaniker stürzte Saint-Exupéry in der libyschen Wüste ab. Die beiden überlebten tagelang fast ohne Wasser und litten unter schweren Halluzinationen, bevor sie von einer Karawane gerettet wurden. Diese traumatische Erfahrung verarbeitete er in der Eröffnungsszene des Kleinen Prinzen, in der der Pilot ebenfalls mit einer Motorpanne in der Wüste strandet. Die Kriegsjahre 1940 bis 1943 verbrachte er im Exil in New York, wo er unter anderem Der Kleine Prinz schrieb und illustrierte. Sein erster literarischer Durchbruch war ihm bereits 1931 mit dem Roman Nachtflug (Vol de nuit).
Am 31. Juli 1944 verschwand Saint-Exupéry während eines Aufklärungsfluges über dem Mittelmeer nahe Marseille. Ein Fischer fand 1998 das Silber-Armband von Antoine de Saint-Exupéry östlich der Île de Riou. Das Armband trägt eine Gravur mit seinem Namen und dem seiner Frau Consuelo sowie Namen und Adresse seiner New Yorker Verleger Reynal & Hitchcock. Das Wrack der Maschine wurde im Jahr 2000 lokalisiert und dieLockheed P-38 Lightningzweifelsfrei identifiziert.
In seinen Texten suchte Saint-Exupéry stets nach der tieferen Bedeutung des Menschseins und fand sie oft in der Kameradschaft, der Verantwortung und dem Blick von oben auf eine zerbrechliche Welt. Seine Sprache ist von einer poetischen Klarheit geprägt, die existenzielle Fragen des Herzens anspricht und dabei eine zeitlose Weisheit vermittelt.
Der 29. Juni, der Geburtstag von Antoine de Saint-Exupéry, ist der International Little Prince Day.